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Rosshof

Der Rosshof und seine Geschichte

Im gesamten Zeitraum des Mittelalters ist der Rosshof offenbar nur andeutungsweise erwähnt. Weder über seine Entwicklung, ja nicht einmal über seine Existenz in dieser Zeit gibt es bisher gesicherte Aussagen. Sicher ist dort die Existenz einer Turmhügelburg.

1556
Eberhard Rüd von Collenberg (ca. 1505-1567) erhält von Erzbischof Daniel Brendel von Homburg die Hälfte des so genannten „Hofes am Rossberg“ als Lehen, bei der anderen Hälfte war er zuvor schon Besitzer. Der Hof wurde von einem Hofbauern bewirtschaftet, z. B. von 1586 bis 1612 Hans Lutz aus Fechenbach.1556 Eberhard Rüd von Collenberg (ca. 1505-1567) erhält von Erzbischof Daniel Brendel von Homburg die Hälfte des so genannten „Hofes am Rossberg“ als Lehen, bei der anderen Hälfte war er zuvor schon Besitzer. Der Hof wurde von einem Hofbauern bewirtschaftet, z. B. von 1586 bis 1612 Hans Lutz aus Fechenbach.
 
 
1635
Mit Johann Rüd von Collenberg verstirbt der Letzte seines Familienzweiges, ohne männliche Erben zu hinterlassen. Mainz zog alle Lehen in der Umgebung wieder ein, aber beim Rosshof kam es zu jahrzentelangen Rechtsstreitigkeiten.
 
 
1639
verlieh der Mainzer Erzbischof de einen Halbteil des Rosshofes an Johann Schweickart Möck, die Rüd-Hälfte erhielt der Pächter Melchior Kemmer. Unter deren Nachfolgern gab es viel Missgunst und Streit. Es gab zwei Wohnhäuser für die beiden Beständer, die für verschiedene Herrschaften tätig waren. Keine Seite konnte sich richtig entwickeln.In der Ende des 16. Jahrhunderts gebauten Scheune befinden sich zwei Eingänge, einer für die „lehnbare“, der andere für die „eigentümliche“ Hälfte.
 
 
1698
befragte der Prozeltener Amtskeller den früheren Pächter Lutz, der den Hof 32 Jahre lang bewirtschaftet hatte. So musste auch das Erzbistum Mainz feststellen, dass es sich um „freiadelich Rüdtisches Eigenthum“ handelte.
 
 
1752
Mainz stieß den Möck’schen Teil des Rosshofs ab, indem sie es von einem Amtsverweser versteigern ließ. Aus dieser Versteigerung erwarben die Freiherrn von Fechenbach den Hofteil. Den anderen Teil erwarben sie von Amalia von Kading, geb. Reigersberg, für 4000 Gulden.
 
 
1812/1813
folgten verschiedene Um- und Neubaumaßnahmen. Unter anderem wurde das heute noch repräsentative Hofhaus gebaut.
 
 
1816
wird Johann Anton Deckert aus Großheubach Erbpächter auf dem Roßhof. Allerdings waren die Jahre 1815 und 1816 ohne Sommer, was katastrophale Auswirkungen auf die Ernte hatte. Die Herrschaft hielt sich an der gezahlten Kaution schadlos. Es kam zum Gerichtsprozess. Auch in den 1840er Jahren gab es eine „kleine Eiszeit“. In den folgenden Jahrzehnten gab es eine hohe Fluktuation von Pächtern und immer wieder Rechtsstreitigkeiten.
 
 
1906
übernham Otto Hitzfeld (1877-1953) aus Weiler bei Offenburg als Pächter den Rosshof. Er half dem Rosshof wieder auf die Beine, indem er 1907-10 eine Wasserleitung baute. Das Wasser wurde mit Hilfe eines Windmotors hochgepumpt. Hitzfeld nahm den Namen „Rosshof“ wörtlich und handelte danach. Seine Zuchterfolge waren nicht nur am Untermain, sondern auch überregional sehr gefragt.
 
 
1957
verkaufte die Baronin von Aufseß den Rosshof, er wurde dreigeteilt. Die Bayerische Landessiedlung baute zwei Wohnhäuser und verkaufte sie an die drei Familien Krause, Göbel und Rapps.
 
 
1993/95
Burkhardt Meister kauft die Anwesen Rosshof 3 und 5. Kernbereich des Rosshof-Unternehmens ist die Landwirtschaft. Daneben bietet das Unternehmen sieben Ferienwohnungen, eine Gastronomie und Veranstaltungen wie Musikvorführungen, Hochzeits- oder sonstige Familienfeiern bis hin zu sportlichen Veranstaltungen an.

Quelle: Heimatkundlicher Treff Großheubach

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