Großheubach Großheubach

Geheimnis der Hügel hinter dem Gemeinschaftshaus gelüftet "April, April"

31.03.2021
01.04.2021 „Geheimnis“ gelüftet "April, April"

Bürgermeister - Riesenspargel.jpg

Viele haben es schon vermutet: diese Nachricht haben wir frei erfunden! Das besagte Grundstück hinter dem Gemeinschaftshaus befindet sich nicht im Eigentum der Gemeinde.

Zum Abriss der Scheune hatte sich die Abrissfirma vorübergehend Zufahrt geschaffen und das Material seitlich gelagert.

Wir dachten uns, dass die Zeiten momentan „traurig“ genug sind und haben getreu dem Motto von Roberto Blanco gedacht: Ein bisschen Spaß muss sein! 


Seit einiger Zeit rätseln viele Großheubacher, was es mit den langgezogenen „Hügel“ hinter dem Gemeinschaftshaus auf sich hat. Des „Rätsels Lösung“ ist tatsächlich kein „Geheimnis“, sondern eine kreative Idee aus der Gemeindeverwaltung, die immer wieder versucht, Synergie-Effekte zu nutzen. In diesem Fall handelt sich um eine Versuchsfläche für den Anbau von sogenanntem Riesenspargel.

Dieser Spargel ist eine „nordische Sorte“, die weniger Sonnenwärme benötigt als herkömmlicher Spargel, da in dessen ursprünglicher Herkunftsregion auch kühlere Temperaturen und längere Winter herrschen. Damit ist der Anbau sehr umweltfreundlich, weil auf die Abdeckung mit umweltschädlichen Thermofolien aus Polyethylen verzichtet werden kann. Zudem braucht es auch keine unterirdische Heizung, die mittlerweile beim herkömmlichen Spargelanbau oft schon obligatorisch ist. Somit findet auch keine „Anheizung“ des Treibhauseffekts statt.

„Falls der Versuch positiv verläuft, könnte in den Krautgärten in der Hofwiese künftig solcher Spargel angebaut werden.“, meint Bürgermeister Gernot Winter. Die Spargelhügel würden dann parallel zur Flussrichtung des Mains angelegt werden, um gleichzeitig als Hochwasserschutz zu fungieren. Beim sogenannten HQ 50, also dem Hochwasser, welches statistisch alle 50 Jahre auftritt, könnten die Spargel-Dämme dann das Gemeinschaftshaus oder auch ein künftig dort stehendes Rathaus schützen.

Wegen des recht hohen Grundwasserspiegels in Mainnähe sei auch die ausreichende natürliche Wasserversorgung der Spargelpflanzen sichergestellt, ohne für eine künstliche Bewässerung sorgen zu müssen, so das Gemeindeoberhaupt. Schließlich unterstütze der Spargelanbau auch den Artenschutz, wenn nach der Ernte die Pflanzen austreiben. Denn während Menschen die Sprossen lieben, fliegen Insekten – im wahrsten Sinne des Wortes – auf die Spargelblüten. Diese bieten ihnen über einen langen Zeitraum von Mai bis September Futter – und damit auch in Zeiten, in denen weniger andere Blühpflanzen zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Winter spricht beim künftigen Riesenspargel-Anbau in Großheubacher Erde von einer Win-Win-Win-Terra-Situation: er vereine innovative Landwirtschaft, effektiven Hochwasserschutz und ökologischer Aufwertung – auch im Sinne der Unterstützung der Biodiversität. Winter freut sich, dass Großheubach hier eine Vorreiterrolle für die Region einnehmen könne und dabei sieht sich ganz in der Tradition seiner Vorfahren. Auch diese nutzten die Anpflanzung von Buschbohnen rund um ihre Äcker, um so auf natürliche Weise gegen die Bodenerosion anzukämpfen. Dies brachte den Großheubachern den Ortsnecknamen „Böhner“ ein.

Sollte der Anbau von Riesenspargel sich durchsetzen, könnte man auch darüber nachdenken, einen Großheubacher Spargelkönig zu wählen, der dann gemeinsam mit der Weinprinzessin bei regionalen und überregionalen Events Großheubach repräsentieren kann. In Zeiten, in denen man viel von Doppelspitzen, paritätischer Besetzung von Ämtern und Gendergerechtigkeit spreche, sollte man dies dann auch dort, wo es unkompliziert möglich sei, umsetzen. Gernot Winter ergänzt noch: „Denn Spargel und Wein passen ja bekanntlich sehr gut zusammen. Das sollte doch im zwischenmenschlichen Bereich auch gelingen!“

Kategorien: Pressemitteilung Markt Großheubach

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