11.09.2026
Waschbären
Hinweise zum Umgang mit Waschbären
Waschbären wirken auf viele Menschen freundlich und harmlos, doch sie sind und bleiben Wildtiere. Besonders in Wohngebieten verlieren sie häufig ihre Scheu, was zu Problemen führen kann. Da der Waschbär als invasive, gebietsfremde Art gilt, kann seine Ausbreitung die heimische Tierwelt beeinträchtigen. Ursprünglich stammt er aus Nordamerika und wurde in den 1930er‑Jahren in Deutschland angesiedelt.
Um Schäden an Gebäuden zu vermeiden und Waschbären nicht dauerhaft anzulocken, ist es wichtig, ihnen möglichst wenig attraktive Lebensbedingungen zu bieten.
Was Bürgerinnen und Bürger tun können
Nahrungsquellen vermeiden
- Mülltonnen, Kompost und gelbe Säcke gut verschließen bzw. erst morgens bereitstellen.
- Kein Futter für Hunde oder Katzen im Außenbereich stehen lassen.
- Reifes Obst ernten und Fallobst zeitnah entfernen.
- Keine hochwertigen Speisereste wie Fleisch, Fisch, Brot oder Milchprodukte kompostieren; Garten‑ und Gemüsereste sind unproblematisch.
- Obstbäume mit glatten Metallmanschetten sichern.
- Waschbären niemals füttern.
- Vogelfutter und Futter für Eichhörnchen abends wegräumen.
- Igel-Futterhäuser beschweren und so gestalten, dass nur Igel Zugang haben.
Einstiegsmöglichkeiten verhindern
- Kletterabwehr an Fallrohren anbringen.
- Bäume und Sträucher zurückschneiden, die ans oder über das Dach reichen.
- Mögliche Einstiege ins Gebäude verschließen.
- Waschbär-Latrinen gründlich reinigen.
- Katzenklappen nachts verschließen.
- Haustiere impfen und entwurmen.
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Das Fangen und Töten von Wildtieren ist grundsätzlich verboten. Sollte ein Waschbär ins Gebäude gelangt sein, dürfen Maßnahmen wie Vergrämen, Fallenstellen oder Fangen ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.
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